Trivialität

2 Tage – 2 Wochen, dann bist du endlich da.

Ich streiche die Tage im Kalender ab. Du ahnst nicht, wie sehr ich nach dir verlange. Ich sehe das vielleicht etwas zu rosig, bin verliebt in den Gedanken, aber ich will gar nicht über etwas Schlimmes nachdenken. Ich will offen in die Situation reingehen und mich ihr voll hingeben.

Ja, ich habe Angst. Angst vor der negativen Wirkung. Angst vor der Abhängigkeit.

 

Was ich mir erhoffe?

Ruhe, ein wenig Spaß in Form von Lachflashs und Leistungssteigerung. Mein Traumszenario sähe wie folgt aus: ich lache, ich bin glücklich, ich setzte mich vor den PC und beginne einfach mein nächstes Buch, vor dem ich solche Angst habe.

Ich würde so gerne arbeiten. Mich auf den Hosenboden setzen und einfach tippen. Aber so leicht ist das nicht, ich stehe mir im Weg. Ich verbaue mir alles. Ich muss diesen Trip haben, um frei zu sein. Einfach mal nicht nachdenken und alles abschätzen. Einfach Kind sein, nach den Buntstiften greifen und anfangen. Beginnen, Mr. Superstar, einfach beginnen.
Nicht zögern. Nicht zweifeln.
Tun.
Voller Zuversicht und Euphorie. Nicht so wie jetzt: quälend, unsicher, ängstlich.

Benimm dich ausnahmsweise mal wie ein Profi.

Es müssen nicht immer hohe literarische Ergüsse sein, nicht der Megaorgasmus, man kann auch einfach nur mal so schreiben.
Lol. Hört sich doch ziemlich einfach an.
Ist es aber nicht. Ich kann nicht einfach drauf los tippeln, obgleich ich es gerade versuche. Es ist gegen meine Natur. Der Cursor bewegt sich über das weiße Dokument. Buchstaben und Wörter entstehen wie Vogelspuren im Schnee. Nein, das hier ist kein geistiger literarischer Hochgenuss. Es ist die Realität der einer verängstigten Pussy. Einer Pussy, die am Wegweiser steht und sich nicht traut, in eine Richtung zu gehen.

Einfach loszugehen sollte die Lösung sein. Fehler kann und darf jeder machen.

Ja, jeder.

Außer mir.

Mr. Superstar macht keine Fehler.

Wenn Mr. Superstar an der Tastatur sitzt, wird Sex gemacht und keine Trivialität.

Dabei bin ich so trivial wie du und ich. Ich hasse den Gedanken, gewöhnlich zu sein. Nennt man mich irre, krank, ein Alien – damit bin ich zufrieden, damit kenne ich mich aus. Aber Käse, Milch und Spucke zu sein? Das wäre der Untergang.

Ist jetzt doch etwas Literarisches aus diesem Text zu ziehen? Hat er vielleicht in der Tat einen gehaltvollen Wert? Oder traue ich mich dieses Mal gewöhnlichen Bullshit zu produzieren?
Nicht immer #1 zu sein.
Durchschnitt.
Trivial.
Ich.

jo6cO2C-B – auf dir liegt meine ganze Hoffnung.
Bitte, bitte sei der Mördertrip; der Wegweiser nach Norden, der mir zeigt, wie einfach das Leben aka Schreiben sein kann. Es muss nicht so sein, wie es jetzt ist. Ich glaube, es gibt auch einen leichteren Weg. Er kann moosweich sein und einfach – und trotzdem zu dem Pott voll Gold führen. Auch wenn ich denke, ich hätte ihn nicht verdient. Auch wenn ich denke, es muss wehtun, damit es gut wird. Geht das überhaupt? Kunst ohne Schmerz? Hat Trivialität etwa einen Platz in meinem Herzen? Keine großen Gefühle, keine Liebe, kein Feuerwerk sondern banaler Sex. Rein-Raus. Abwichsen und weg mit dem vollen Kondom.

Könnte es so einfach sein?

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