Tavor the whore

Ich habe diese Melodie in meinem Kopf – für gewöhnlich.

Wenn ich schreibe, denke, oder rhyme, fühlt es sich gut an.
Es ist »Daheim«.

Aber zurzeit ist sie verstummt.
Da ist Stille. Laut brüllende, kaum zu ertragende, Stille.
Dumpf.

Dann ist die Angst wieder da. Die Zweifel, die mich innerlich killn‘.
Ich möchte so gern schreien, aber ich bleib‘ lieber still.

Meine Worte wären nicht zu ertragen.
Ich wäre drüber,
in Ausdruck und Taten.

Die Zeit vergeht nicht. Sie ist grau. Ich bin wieder an dieser Stelle und denke mir: Wow.
Hast es wieder geschafft. Hast es wieder verkackt.
Alter, fick die Scheiße.
Es ist wieder Nacht.

Tröstlich war der Mond, hell und konstant.
Immer da, der alte Trabant.

Jetzt ist es anders. Jetzt ist Alarm!
Er kommt auf mich zu.
Hat mich fixiert,
fest auf dem Radar.

Ich sehe ihn fliegen.
Kann nicht weg.
Er wird mich kriegen.
Wird nix nutzen,
Evakuierungspläne zu schmieden.

Dann ist alles vorbei.
Eigentlich sollte ich mich freuen,
denn dann bin ich nicht mehr ich.
Dann bin ich frei.

Sollte mich aufstellen.
Fest, in Stand und Geist.
Bin doch kein Opfer,
um das der Geier kreist!

Ey, Junge, trotze!
Ist doch nur wieder so ’ne Fotze.
Auf Shitstormkurs.
Rauch‘ die letzte Kippe,
und gib keinen Murks.

Wer bist du Mond, das du dich gegen mich wendest?
Hättest du mich an einem anderen Tag erwischt,
wäre deine Macht verschwendet.

Meine Melodie war stark genug für Zwei.
Der Schild undurchdringbar.
Prallst an mir ab,
wie ein Spielball.

Die Erde hat mir nicht gereicht.
Ich war der Mars.
Ich kam von den Sternen.
Wer kann so was schon von sich behaupten?
Wer kennt diese Fernen?

Jetzt ist da nur noch Stille, die schreit.

Alles beginnt sich zu drehn‘.
Über mir ein Mobile aus Planeten.
Ich greife immer noch zum Mars.
Danke, Tavor,
das war’s.

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