Suff

Heute ist der Tag gekommen, wo ich mal nüchtern bleiben will. Seit wann saufe ich jetzt durch? Valentinstag? Ähm, jap, kommt in etwa hin.

Mal gucken, wie das wird.

Aushalten – schaffe ich das schon?

Ich muss meine innerliche Armee aufstellen, um Emotionen und Gedanken zu unterdrücken. Aber sie aufs Feld zu lassen wäre keine gute Idee. Sie haben keinen Führungsstab. Dieser hat noch einen Kater und liegt in den Federn mit irgendwelchen randombitches. Exzess, Baby!

Heute mal duschen.
Heute mal in den Spiegel schauen.
Heute mal überprüfen, ob der Schmerz ertragbar ist.

Ach, was red‘ ich schon wieder für eine Scheiße, lol. Ich rede einerseits von meinen Soldaten, die mich abschirmen sollen und andererseits will ich mich mit hoch erhobenem Kinn der Sache stellen.
– Ja, was denn nun?

Trotzen oder heulen?
Beides?
Keins davon?

Hab erst zwei Kippen heute geraucht. Ist doch ein guter Anfang, oder?
Ich habe mir auch vorgenommen, nach nunmehr 4 Tagen endlich was zu essen.
Und nein, damit meine ich nicht Pillen fressen.
(naja, vielleicht ne halbe Benzo? *wimperklimper*)

 

Soweit mein Plan gestern.

Move on. Go ahead. Let’s have a look. HT! Burst! Bäm.
Weitermachen.
Pfff, ficken Alter.

Fuck, ey. Sobald ich drüber nachdenke, geht mein Blick zur Bar. Ne super dilettantische Kacknoobarmee habe ich da aufgestellt. Der Kader ist doch fürn Arsch. Wir brauchen mehr Kettenblitze, die den Gedankentrash ruckzuck wegbomben. Oder einen Hexer, der selbst die Eles abzieht – einen so guten Hexer, der mich selbst dann abgezogen hat, als er noch beschissenes Gear hatte.
Nix wird einem gegönnt. Gar nix. Fick dich, Youiversum.

 

Gestern ist wieder etwas weggebrochen.

An erster Stelle: sie. Ja, ich habe es gelesen. Ja, ich verstehe. Ja, ich gebe dir Recht. Nicht in allem, aber in den meisten Punkten. Im Gegensatz zu dir, sehe ich dich. Du mich denn gar nicht?^^ Oder bist du selbst so benebelt, dass du keinen klaren Blick für mich hast. Mal gucken, wo das endet. Ich glaub, du hast es gestern beendet. Dass war ein Abschiedstext – fühlt sich so an. Ich argumentiere nicht dagegen. Du hast ja Recht. Vielleicht war es zu früh. Vielleicht sollten wir uns noch ein paar Wochen oder Monate geben. Vielleicht mal ohne drauf zu sein. Ich werde warten, denn wir sind auf ewig verbunden. Du bist die Klangschale, die die graue Idealisierungsmasse hält. Du bist allumfassend.

 

Die nächste Hiobsbotschaft: Gilde bricht weg.

Joar. Klar. Hab schon verstanden.
Ich höre mir das Motivationsgewichse gerne an. Ich will auch dran glauben. Aber mein Trauma bricht wieder auf und meine älteste Narbe spuckt wieder Blut.
Ich bewundere euch alle so. Ihr könnt weiterziehen – hey, ein neues Projekt, neue Leute, neue Freunde, neue Erfahrung.
Ich?
Hmm.
Ich hatte mein Herz verschenkt (sollte mal ernsthaft darüber nachdenken, warum ich so leichtfertig damit umgehe, hmm) in diesen Haufen Spackos. Selbst die peinlichen Onkels und Tanten habe ich gemocht auf ihre Art und Weise – sie gehören ja auch irgendwie zur Familie.

Und auch hier – wie man liest – wieder mal eine Idealisierung. Andere ziehen weiter. Ich hab mich einfach nur wohl gefühlt und wollte gern bleiben. home is where the heart is. Meins lag hier.

FUCK!, ein verängstigter ungeschulter grünäugiger Soldat hat eine Lücke in der Formation hinterlassen. Ein Gedanke konnte hinaus schlüpfen:

Der Gedanke, dass es besser ist, nicht mehr in dieser Konstellation zu raiden, weil ich nicht an irgendwelche Kapseln erinnert werde; oder das ich zuerst soake, und du direkt nach mir; oder ans wegbomben mit Feuer, weil wir in Flammen stehen wollten; oder ans mitgenommen werden, weil ich den Weg wieder mal nicht gefunden habe; oder unser Stellungsspiel bei so ziemlich jedem Boss; unsere Dmg-Battles; oder wo du mir sagst, dass jetzt die Fledermäuse kommen – dass ich nach oben, unten oder Mitte soll; oder wo du mich daran erinnerst, dass ich ab diesen Bossen umskillen muss; oder wir uns in der Kettenblitzphase gegenseitig töten, weil wir es nicht geschafft haben mehr als 3 Meter voneinander getrennt zu stehen. Sinnvollster Tod ever.

Ich hetzte jetzt die Hunde los. Dieser desertierende Hurensohn von einem beschissenen Kadetten wird vor das Erschießungskommando gestellt. Ich wollte hier nicht hin! Wassn schlechter Tank. Arschlochwichser. Ich hätte ihn besser equippen sollen. Mein Fehler. Määääh, jetzt muss ich wieder neu rekrutieren gehen.

 

Zeit für die dritte Kippe.
… Ich könnte einen Umweg zur Bar machen und auf unseren gefallenen Kameraden einen Trinken.
Shot.

 

P.S. Lass mich das verarbeiten. Sei nicht sauer.

  1 comment for “Suff

  1. 28. Februar 2018 at 10:00

    mir geht’s auch blend … siehst du hier: “ Ein Obrist und bekennender Onanist im Widerstand gegen Herrn Adolf H. in den kommenden Jahren – Romanauszug – ICH, Irre in Merkels Deutschland – https://www.keinverlag.de/415087.text

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