No Happy Ending.

Es ist die Art, wie du mich verlassen hast.

Der Raum ist leer. Kalter Zigarettenrauch hängt noch in der Luft. Er ist der Beweis, dass mal etwas gewesen war. Oder habe ich mir das alles nur eingebildet? Hat mein Herz nur noch nicht verstanden, was der Kopf längst kapiert hat?
– Ich bin irritiert.

Mein wütendes Herz will nach vorne preschen, so viel mitnehmen, wie es nur geht. Will Nasenknochen brechen hören. Blut. Flammen. Eine Frau schreit vor Entsetzen. Borderline-Berserker-Modus.
– Ja, das ist mein Metier.

Ich könnte um Hilfe fragen. Mich bemerkbar machen.
Ich könnte mich aber auch einfach umbringen. Klingt leichter für mich.
– Kranker Stolz.

Ich bin nicht wie all die anderen Kinder. Ich kann das nicht einfach wegstecken. Es steckt mich weg; verschlingt, verdaut und scheißt mich wieder aus.
Ich bin zu etwas geworden, was ich eigentlich nicht bin!
– Stalker. Creeper. Freak.

Wenn ich zurückblicke und an all die verrückten Kriege denke, die wir ausgefochten haben. Die Vodaküsse, die wir austauschten. Wir rauchten Unsummen an Kippen, schmissen Teile, trockneten das Blut. Wir waren Pflaster und Klinge in einem.  Wir waren großartig!
– Wir waren Chat.

Nein. Stopp.

Kein Klammern. Kein Kampf. Kein letztes Aufbäumen. Keine Hoffnung. Keine Glorie. Keine Liebe. Kein Happy Ending – für mich.

Ich habe realisiert, dass ich geliebt werden will. Nicht weniger. Denn ich habe dich auch geliebt! Habe gefühlt, was un-fühlbar war.

Das ist, wie ich jetzt meine Liebe zeige, Baby.
Ich konzipierte es in meinen Gedanken.

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