Gedankensprünge

Yo! Yo! Yo!

Wer hier jetzt große Poesie erwartet wird enttäuscht. Kein Bock einen künstlerischen Wert zu schaffen. Einfach nur kotzen. Einen Eimer, please.

Was für drei Monate hinter mir liegen. Das ist so unglaublich.

So viel gelernt. So viel Neues erfahren. So viel Leid und Tequila. Seit über einer Woche bin ich jetzt dauerdrauf. Man spricht nicht mehr von Momenten, wo man mal trinkt. Man spricht von Momenten, wo man mal nüchtern ist. Kack Zustand. Shot!

Warum trinkst du?
Boar, ich kann diese Frage nicht mehr hören. Außer von dir. Dir sage ich gerne immer alles. Ich weiß, es interessiert dich wirklich.

Gedankensprung.

Ich bin ein Herzmensch. Dann ist alles gut. Ich liebe das so, frei Schnauze Dinge zu sagen und zu tun. Aber das darf ich nicht mehr. Ich soll mich zu einem Menschen verwandeln, der ich gar nicht bin. Für dich war es attraktiv, als ich die Fresse gehalten habe. Als ich alle Menschen abgeblockt habe. Unnahbar war. Ich will niemanden abblocken. Ich will so ein Mensch nicht sein. Ich will auch mal Scheiße babbeln dürfen. Ich will auch mal einen Fehler machen dürfen, ohne danach gleich verlassen zu werden.

Gedankensprung.

Ich glaube, ICH hatte nie einen Wert für dich. Ich war immer nur die Leinwand, auf der du dich gesehen hast. Du konntest dir stundenlang zugucken. You are my cinema. I could watch you forever. Aber nur Dinge und Worte, die dir gefallen. Dinge und Worte, die du hören willst. Mich zu sehen, hat dich nie interessiert. Ich habe zwei Millionen Theorien, warum das so ist. Manche gehen in eine positive Richtung. Ich mein, vielleicht willst du dir noch irgendwas aufsparen für später. Andere – die meisten – sind traurig und entsetzlich hart sich einzugestehen. Wie soll eine Rampensau, wie ich eine bin, es ertragen nicht wahrgenommen zu werden?

Gedankensprung.

Man kann sich streiten. Ich liebe den Kampf! Das Drama. Kriegsspiele. Ich kann Gebrülle ab; schlag mich, beiß mich, kratz und kotz – hey, kein Problem.
Aber nichts?
Stille.
Schatz, nein.

Ich habe auch hier wieder Abermillionen Theorien, warum du das machst. Ich packe meinen Koffer und nehme mit:
– Desinteresse
– Wut
– mein Tempo
– Verzweiflung
– ey, ich hab einfach nix mehr zu sagen
– du willst mich schützen
– Stolz und Würde
– ich muss grad mal was anderes machen
– du bist es nicht wert

Ja …
Mein Wertverlust ist allgegenwärtig und überpräsent. Ich brauche ebenfalls die Reflexion. Oh, ja, so so sehr. Ich weiß doch sonst nicht, wer ich bin. Wo ich stehe. Wer du bist. Ich finde es so schrecklich, einen Menschen nicht fühlen zu können.
Und du machst es ständig.
Es ist ja nicht so, als ob ich das nicht immer wieder gesagt hätte. Ich habe gebettelt und gefleht – bitte bitte, tu es nicht. Tu mir das nicht an. Das killt mich. Und du machst es immer wieder. Shot.

Gedankensprung.

Ey, ich bin so leise geworden. Ich habe das Gefühl, ich löse mich auf. Das ist der Ego-Tod.

Und jetzt ist Schluss damit.

Mir wurde der Kopf wieder gerade gerückt. Ich bin dir so dankbar dafür. Du hast mein Leben gerettet. Was willst du dafür haben?

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