First Date – Part II

»Ich geh‘ mal duschen.«

Du kannst schon aufstehen?!

Mit einem Satz ist sie aus dem Bett, zieht sich was über und verschwindet aus meinem Blickfeld. Ich höre, wie sie die Tür schließt und einen Augenblick später, wie das Wasser angestellt wird. Ich gucke an die Decke. Mir kommt das alles so unwirklich vor. Ich bin mir nicht sicher, ob das gerade wirklich passiert. Ich höre sie rumklappern. Doch, ja, das Geräusch ist durchaus real. Was liege ich hier eigentlich rum?

Ich springe auf und suche meine Shorts. Wo ist das verdammte Teil? Ich laufe ums Bett rum, ohne Erfolg. Drauf geschissen; ich packe mir meine Jeans und ziehe sie über.

Ich öffne die Tür.

Sie ist bereits unter der Dusche und hört mich nicht.

Ich trete ein und knalle den Toilettendeckel runter, um mich darauf zu setzen.

Überrascht dreht sie sich um. »Dein Ernst?«

»Jap.«

Fasziniert schaue ich sie an.

»Muss das echt sein?«

Ich grinse. Aber so was von. »Lass dich nicht stören.«

»Du störst aber!«

Selbstgefällig lehne ich mich zurück. Um nichts auf der Welt, werde ich diesen Raum verlassen.
Sie schnauft.
Zu meiner Überraschung schickt sie mich nicht raus und macht stattdessen weiter. Ich sauge das alles mich auf. Nie im Leben darf ich das vergessen, was ich grad zu sehen bekomme. Ich fotografiere mit den Augen alles ab, um es in meinen Erinnerungsraum archivieren zu können.

Ich bin froh, dass es nicht schäumt. Es würde mir das ein oder andere Detail verdecken.

»Du spinnst doch«, grummelt sie vor sich hin.

Ihre Hände gleiten über ihren Busen. Ich frage mich, ob sie das immer so macht oder ob es Show ist. Ich schätze Letzteres. Ich bemerke, wie ein wenig Schaum zwischen ihren Brüsten nach unten rinnt und verfolge aufgeregt seinen Weg. Langsam rutscht er über ihren Bauch. Ich erinnere mich daran, wie ich grade eben noch mit der Zunge darüber geleckt habe. Kurz bevor er an ihrem Schoß ankommt, kommt eine spielverderbende Hand dazwischen und nimmt ihn mir weg. Ich schmolle. Ich schnaufe, um ihr klarzumachen, dass ich das jetzt fies fand.

»Fick dich«, sagt sie.

»Nein«, antworte ich. »Dich.«

»Ich dachte, du brauchst fünf Minuten.«

Mein Schwanz und ich sind einer Meinung: »Die sind längst um.«

Ich spiele mit dem Gedanken, zu ihr zu gehen. Mich in Jeans dazu zustellen, unter das warme Wasser. Alles schreit in mir danach, sie zu berühren. Sie gleich dort zu nehmen, wo sie ist. Aber ich kann nicht. Ich bin wie festgeklebt.

Sie stellt sich unter den Duschstrahl mit dem Körper zu mir. Sie will, dass ich das sehe, dieses kleine Miststück. Sie macht sich extra groß, stellt sich auf die Zehenspitzen, als sie damit beginnt, dass Shampoo aus den Haaren zu waschen. Wieder komme ich in den Genuss, zu sehen, wie der Schaum sich seine Bahn nach unten sucht. Sie hat die Augen zugekniffen, damit sie keinen Schaum ins Auge kriegt. Ich habe sie also unbeobachtet für mich alleine.

Sie schenkt mir diesen Moment und lässt sich Zeit.

Mein Schwanz pulsiert.

Ich bleibe mit dem Blick an ihren Brüsten kleben. Ich weiß gar nicht, was sie immer hat. Die spinnt doch!

»Macht’s Spaß?«

Ich habe gar nicht registriert, dass ich aufgestanden bin. Sie guckt mir direkt in die Augen.

»Du hast ja keine Vorstellung, wie sehr.«

»Reichst du mir das Handtuch?«

»Ähm. Nein?« Auf gar keinen Fall!

»Alter! Gib mir das verfickte Handtuch.«

»Aber nur, weil du mich so nett darum bittest.«

Sie schnauft und brabbelt irgendwas. Schmollend reiche es ihr.

»Raus jetzt«, meint sie streng.

»A-aber…«

»Raus!«

Ist ja gut!

Ich verlasse das Bad und schmeiße mich aufs Bett. Ist das wirklich real? Ist sie echt? Etwas fällt nebenan zu Boden. »Fuck«, höre ich sie gedämpft hinter der Tür fluchen. Ja, sie ist echt, kein Zweifel.

Ich schaue an die Decke und male mir aus, was ich alles mit ihr anstellen werde. Dann fällt mir ein, was ich in der Tasche habe. Ich setze mich auf, angel nach meiner Tasche, öffne den Reißverschluss und hole eine Flasche Vodka hervor. Man hätte sich ja auch stilvoll an der Minibar bedienen können, aber dazu bin ich dann doch zu geizig – abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass es gereicht hätte. Ich nehme einen großen Schluck. Mein Blick fällt auf die Uhr. Ich verschlucke mich fast. Ach, drauf geschissen.

Ich höre, wie sich die Tür öffnet. Sie kommt im Handtuch um den Körper heraus. Aufgeregt rutsche ich an die Bettkante.

»Du trinkst? Jetzt?!« Es klingt irgendwie vorwurfsvoll.

»Willst du noch irgendwo hinfahren?«

»Ähm…«

Wie es sich für einen Borderliner im Eskalationsmodus gehört, nehme ich einen langen tiefen Schluck. Ich weiß nicht, warum sie mich so anstarrt. Irgendwie guckt sie komisch.

»Ach, gib schon her!«, meint sie und entreißt mir die Flasche.

»EY!«

»Schnauze!«

Das nenn‘ ich Vorspiel!

Ich will sie zu mir ziehen. Sie ist von der Flasche abgelenkt und wird sich nicht wehren können. Falsch gedacht, sie bockt; was hab ich auch anderes erwartet? Fies wie ich bin, ziehe ich ihr am Handtuch, jetzt muss sie kommen. Ein paar Zentimeter, dann haut sie mir auf die Finger. Sie nimmt noch einen Schluck. »Kannst du bitte deinen eigenen Scheiß trinken und nicht meinen Vodka?«

»Ich dachte, wir teilen.«

»Ich werde dich daran erinnern, wenn du mein Zeug ausgesoffen hast.«

Sie kichert. Kein Plan, was es da zu kichern gibt, aber ist mir egal, es gefällt mir, wenn sie kichert. Sie gibt mir die Flasche zurück. Ich will gerade einen Schluck nehmen, als sie mich nach hinten drückt. Vor Schreck lass ich fast die Flasche fallen. Mit Mühe und Not bringe ich sie in Sicherheit, bevor sie sich auf mich setzt.

Alter, denke ich, als mir bewusst wird, dass sie unter diesem Handtuch nichts an hat. Sie sitzt genau auf meinem Eiern, mit nichts, als nur der Jeans dazwischen. Bei diesem Gedanken, rauscht mein Blut nach unten. Sie ist über mir. Wassertropfen fallen mir ins Gesicht. Ich nehme meine Hände und umschließe ihr Gesicht, ziehe es zu mir herunter und küsse sie. Ich verliere mich in diesem Gefühl. 13726660_264250510633754_1930980785881047062_n

Ich kann an nichts anderes mehr denken, als an diesen Augenblick. Normalerweise denke ich auf mindestens fünf verschiedenen Ebenen über Dinge nach, aber jetzt ist es ganz still in mir. Ich bin vollkommen auf das Jetzt fokussiert. Irgendwie hat das etwas Magisches.

Ihr Kuss wird wilder. Mit einem beschissenen Sinn für Situationskomik, kommt mir doch allen Ernstes in den Kopf, dass ich vor Millionen Jahren mal in der BRAVO gelesen habe, dass, wenn dir ein Mädchen die Zunge ganz tief in den Mund schiebt, sie mit dir schlafen will. Ich muss fast lachen, weil ich diesen Gedanken gerade so absurd finde. Ich kann nicht anders und grinse beim Knutschen. Mit aller Gewalt schiebe ich diesen bekloppten Gedanken beiseite und konzentriere mich darauf, wie tief ihre Zunge in mir ist. Wieder will eine Lachwelle in mir aufsteigen. Mit Mühe und Not kämpfe ich die nahende Hysterie nieder. Ich kann hier und jetzt keinen Lachflash kriegen. Die denkt doch, ich bin bekloppt und das ich sie auslache. Was ich keineswegs tun würde! Aber sie würde es so verstehen und dann wäre Drama. Ich sehe sie schon mit wehenden Haaren das Hotel verlassen und bockig am Bahnhof sitzen. Borderline-Drama Deluxe.

Ich mache das einzig richtige in dieser Situation: Ich fasse ihr an den Arsch.

Er ist wunderbar. Man könnte jetzt annehmen, jemand, der beruflich viel mit Wörtern und Formulierungen zu tun hat, könnte das mir nix, dir nix beschreiben, aber Fakt ist: ich habe kein einziges richtiges Wort in meinem Wortschatz, der ihn beschreiben könnte.

Ich schiebe das Handtuch hinauf, damit ich ihn nackt spüren kann. Ich muss mir dieses Gefühl, wie er in meiner Hand liegt, unbedingt einprägen.

Regelrecht ehrfürchtig fahre ich seine Rundung nach. Ich berühre sie nur ganz leicht. So lange, – also maximal 00,2 Sekunden –, bis ich es nicht mehr aushalte, und reingreifen muss. Ich bin etwas grob, aber es ist der Tiefe ihrer Zunge in meinem Mund durchaus angemessen. Sie stöhnt in mich hinein. Ich glaube, wahnsinnig zu werden. Wie kann ein kleines Geräusch nur so eine Wirkung haben. Ich richte mich etwas auf, um noch besser an ihren Arsch zu kommen. Ich greife voll zu und bewege ihn vor und zurück. Ich stelle mir dabei vor, wie ihre nackte Muschi über meinen Schritt rutscht und …

»Rutsch hoch«, keuche ich ihr entgegen.

»Was? Wie? Warum?«

»Boah! Diskutier‘ doch nicht!«

»A-aber was hast du denn bitteschön vor? EY! Alter! Das ist doch nicht dein Ernst jetzt. Huch!« Mit einem Satz ziehe ich sie mir aufs Gesicht. Alle Emotionen und Sinneseindrücke prasseln gleichzeitig auf mich ein, als meine Zunge zum ersten Mal in sie eindringt. Ihr Geruch und Geschmack berauscht mich; auch wenn jetzt eine Prise Duschgel dabei ist, ich kann immer noch sie dahinter schmecken. Ich packe sie mit den Händen an den Hüften und schiebe sie leicht vor und zurück. Meine Zunge ist noch geiler auf sie, als mein Schwanz – und das will was heißen. Voller Bedacht fahre ich mit der Zunge durch sie durch. Dadurch, dass sie mit gespreizten Beinen auf mir sitzt, komme ich direkt ins Zentrum. Sie öffnet sich nur für mich. Der Gedanke heizt mich so sehr an, dass ich gegen die Klitoris stöhnen muss. Ich lasse meine Zunge darum fahren, umkreise sie; will sie nicht direkt berühren; will sie erst bis ans Äußerste treiben.

Sie wird lauter. Ich merke, dass sie mich dahin führen will, aber ich will sie foltern. Ich liebe es, sie zu quälen und ihr nicht gleich alles zu geben, was sie will. Also halte ich mit meiner Zungenspitze schön den Sicherheitsabstand ein. Ich spüre, wie sie sich am Bettrahmen festkrallt. Ich stelle mir vor, wie ihre Haare fast ihren Hintern berühren, wenn sie den Kopf nach hinten wirft, während ich sie lecke.

Jetzt ist der Moment, wo ich sie anstupse. Sie zuckt über mir. Ich mag das. Ich mache es ein weiteres Mal und halte dann still. Sie drückt sich mir entgegen und ich tue ihr endlich den Gefallen und streiche genüsslich mit der Zunge über ihre Klitoris. Ihr Körper bebt. Ich fasse sie fester an, halte sie an ihrem Arsch in der richtigen Position. Ich sauge mich an ihr fest und ich schmecke, wie sie kommt. Süß und salzig fließt es in meinen Mund. Sie schreit irgendwas mit »Fuck! DU Arsch!«.

Ich lasse ihr einen Moment, um zu Atem zu kommen.

»Dreh dich um«, sage ich.

Sie rutscht von meinem Gesicht runter –  und als wüsste sie ganz genau, was ich will, setzt sie sich verkehrt rum auf mich drauf. Sie öffnet endlich meine Hosen und holt ihn raus. Ich ziehe scharf die Luft ein, als sie sich verkehrt herum auf ihn setzt. Ich könnte direkt kommen, versuche mich aber zu beherrschen und den Anblick zu genießen. Ich greife ihr um die Hüften und beobachte, wie sich ihr Hinten hebt und senkt. Ich strenge mich an, zu sehen, wie mein Schwanz immer wieder in sie gleitet. Dieser Arsch macht mich wahnsinnig. Ich umfasse ihn und knete ihm im selben Rhythmus, wie wir ficken.

Ich weiß, ich sollte das bei einem First Date nicht tun, das wäre unangebracht, aber ich kann nicht anders. Ich feuchte meinen Daumen an und fahre ihr vorsichtig um den After. Wenn sie etwas dagegen hat, dann muss sie es jetzt sagen, ansonsten …

Sie stöhnt lauter. Alles klar.

Ich dringe vorsichtig mit den Finger in ihren Arsch ein. Betont langsam bahne ich mir meinen Weg in sie, während sie meinen  Schwanz reitet. Warum zur Hölle habe ich kein Gleitgel eingepackt? Innerlich schlage ich die Hände über den Kopf zusammen, über diese Unbedachtheit. Ich will ihr nicht wehtun. Ich nehme noch mehr Spucke, damit auch ja nix schief geht und ficke sie gleichzeitig mit Schwanz und Finger. Ich überlasse ihr das Tempo. Mein Herz rast, ist kurz vorm zerbersten. Das ist besser als jeder Pilztrip, den ich je hatte. Das ist besser als Koks. Das ist besser als alles auf der Welt. Adrenalin pumpt durch mich durch. Ich sollte Bedarf nehmen.

Sie wird schneller.

Mit der anderen freien Hand greife ich ihr in die Haare, ziehe sie nach hinten. Ich habe null Kontrolle darüber, was ich tue, mein Körper reagiert völlig losgelöst von meinem Gehirn, aber irgendwas scheine ich richtig zu machen.

Ich nuschele irgendwas von Baby, Ja, und Fick mich und Ich liebe dich und Hör nicht auf – und dann höre ich ihren Orgasmus und ich lasse los. Ich steige mit ein und komme zeitgleich mit ihr.

Ich brauche lange, bis sich mein Herzschlag wieder beruhigt. Man könnte meinen, ich hätte eine Panikattacke, aber ich habe das genaue Gegenteil. Alles in mir kribbelt und summt. Ich bin zu alt für diesen Scheiß.

Sie lässt sich neben mich fallen. Zusammen liegen wir da und gucken an die Decke. Ich kann immer noch nicht fassen, dass das alles passiert. Es ist surreal wie ein Gemälde von Dalí.

»Nimmst du eigentlich die Pille?«

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: