Ex

Bin bei den Ladies und Kritikern voll angesagt.
Die Boys wollen meinen Esprit,
sind so dermaßen verliebt.
Wollen charmant sein,
auch mal was abschleppen,
auch mal Groupies haben,
feucht bis zum Becken.

Willst aufgeregte Fans,
die Klatschen im Takt,
die keuchen und schrein‘.
Vaterschaftstests,
von Bräuten, die behaupten, es sei deins.

Kriegst du nicht.
Kriegst nur Nacktbilder von billigen Huren.
Deine Frau sagt: sie weiß es nicht,
auch wenn sie so tut,
weiß sie’s doch,
sie ist ja nicht blöd.
Denn bei dir geht’s stets rund.
An eurem Jahrestag,
eurem ganz besonderen Tag,
bist du lieber im Chat
und wichst ihn dir wund.

Ich steh‘ auf dem Cover,
die Linse zeigt auf mich,
du bist nur mein Ex-Lover
mehr nicht.
Während du noch auf NEON deine
semi-politischen Beiträge teilst,
schreibt über mich die die Times.
Wollen doch alle wissen,
wen du hier versuchst zu dissen.
Wer ich wirklich bin.
Tja, stehe da,
mit erhobenem Kinn.

Der Fickfinger wird zu 2-Finger-an-dein‘-Kopf
und dann Peng! Peng! Peng!
So viele PNs.
So viele Interviews,
so viele, die wissen wollen, wie es wirklich ist.
Glaubt dir doch keiner deinen Scheiß,
den du ihnen auftischt,
extra für mich,
nur damit du auch mal Thema bist.

Glaub mir, ich kotzt mich selbst schon an
Überpräsents
Blitzlichtgewitter
Autogrammstunde
Over 9000 Klicks pro Tag
Jeder einzelne,
ein feuchtes Höschen, das du mir auf der Bühne wirfst – Pan.

 

Immer im Stress,
immer auf Pille,
ständig das Handy am Klingeln.
Immer weniger Schnaps,
dafür mehr Randale,
dafür aber auch richtig fette schwarze Zahlen.

Ich kann den Award schon von weitem sehen,
er steht genau hinter dir,
du kannst ihn nicht sehen.
Er wirft seinen Schatten auf dich
und ich höre dich flehen:
„Bitte gib mir Beachtung, sonst werd‘ ich eingehen.“

O Fuck, sieht dich niemand mehr?
Ist das der Grund?
Setzt du dich darum zur Wehr?
Nimmt dich keiner mehr wahr?
Siehst nur du alles klar?
Kriegst‘ nur noch Krümel,
die fallen,
Mäusefäustchen im Zorn am Ballen.

 

Ab geht’s bei  dir,
aber nur noch bergab.
Stehst am Rande,
bringst nichts Eigenes zustande.
Kriegst keinen Deal,
kriegst keinen Job,
Triffst keinen Ton,
meets keine Fot‘.
Hinterlässt keinen Stempel,
kein einziges Sample.
Keiner hat dich mehr lieb?
Warst du nur noch der, der in meinem Fahrwasser trieb,
hinter mir her.
Treibholz,
und nix mehr wert.

Verkackter Stolz.
Schaffst nichts alleine,
stellst nix eigenes auf die Beine.
Alter, Junge, musst‘ endlich was bringen!
Während ich meine Bühne habe,
stehst du auf Brücken,
und überlegst zu springen.

Kris Kross will make ya Jump Jump.

 

Traust dich nicht
mich persönlich anzusprechen.
Respekt zu groß.
Heulst lieber hinten rum,
wie ’ne sitzengelassene Ex in Not.

Weißt vermutlich nicht, wie du mich ansprechen sollst,
bist verunsichert,
wütend und mit gebrochenem Stolz.
Macht ja nix,
mon Dieu reicht aus.

Rien ne va plus!
Kein einziger Blick zurück.
Und wenn dann doch,
dann steh‘ bitte gebückt.

 

Gerede trifft mich nicht,
weil’s von Bitches ist.
Und wie das so ist,
mit Gerüchten,
von Neidern,
die flüchten,
sind sie wie Schwänze,
in der Gänze,
immer nur im Mund einer Schlampe,
und du bist nichts weiter, als eine Handlampe.
Ist zwar albern,
und wird in Screenshots verpönt,
aber ist mir egal,
denn es reimt sich so schön.

 

Dein Fame wird versiegen,
genau wie deine Intrigen.
Deine Kifferparanoia ist bereits behandelbar,
aber bis dahin …
bleib‘ ich dein Star.

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