†26.07.2016

Drauf geschissen. Ich packe mir meine Schlüssel. Mit einem Klirren rutschen sie über die Tischoberfläche.

Ich zieh das jetzt durch. Ich bin wütend as fuck. Diese bescheuerte Sumpfkuh. Ich reiß ihr den Kopf ab!

Die Tür fällt hinter mir zu. Ich höre noch den Hund bellen. Er will mit; denkt, ich hätte ihn vergessen. Nein, hab ich nicht. Keine Zeugen.

Ich stehe drei Meter vom Auto entfernt, als ich auf die automatische Türentriegelung drücke. Es ist still hier draußen und man hört es glasklar Klicken. Ich kneife die Augen zusammen, es ist schrecklich hell. Nachmittagssonne. Es ist Sommer. Ich verlasse das Haus nur in dringendsten Notfällen. Dies ist ein Notfall.

Es ist ein Amoklauf.

Motiviert von Wut schmeiß ich mich in den Sitz. Ich stecke den Schlüssel ins Zündschloss und drücke den Startknopf.

»Und ich schieß‘ ihn‘ auf die Füße, lass‘ sie tanzen;
Lass‘ sie tanzen, lass‘ sie tanzen;
Und alles, was sie hören, ist „ratatatat, bam-didi-ratatatat“;
Die Saloontür’n schwingen auf, die Kugeln sind im Lauf;
Die Schuhsohlen qualmen, jetzt ist Square-Dance, Square-Dance.
«

Fresse!

Der Motor heult auf. Rückwärtsgang. Hinunter vom Hof, ab in die 30-Zone, Richtung Schnellstraße. Ich fahre unschön. Abgehakt. Unelegant in Bremsung und Gängelung. Rechts vor links. Ja, ja, alles frei. Auf geht’s. »Bei der nächsten Auffahrt auf die A2 Richtung Dortmund.«, tönt es aus dem Navi.

400 Kilometer.
4 Stunden Zeit, um runterzukommen.

Ich bring sie um. Ich schwör‘, das ich sie umbringe! Egal was sie sagt oder tut, nichts wird mich davon abhalten, ihr den Kopf abzuschlagen. Sie ist nicht mehr ganz dicht! Ich dachte, ich handle das. Aber einen Scheiß tu‘ ich. Ich bin an meine Grenzen gekommen. Und das als Borderliner zu sagen, ist schon ziemlich krass. Was muss eine Frau tun, dass sie mich so rasend macht, dass ich sie auf der Stelle töten will?
Genau das.

Blamiert bis auf die Knochen – nein, nicht nur sich, wäre mir doch egal, nein, mich auch! Ich bin kontrolliert. Immer im vollen Bewusstsein, bei dem, was ich tue. Ich habe mir diesen Zustand hart erarbeitet. Ich gebe nicht mehr jedem verfickten Impuls nach. War schwer genug, da raus zu kommen. Und was tut sie? Sie scheißt auf alles und macht es an nur einem Abend kaputt. Mein Name steht in ihrer Chronik. Sie hat keine 5 Sekunden darüber nachgedacht, was das für mich bedeuten könnte!

Ist jetzt auch egal.
Sie wird sterben.
Ich bringe sie eigenhändig um.
Sie wusste, worauf sie sich einließ mit mir. Sie wollte das. Jetzt kriegt sie es.

 

Lichthupe.
Ernsthaft?
Ich fahre mit 169 km/h über die Autobahn und es kommt echt noch wer an, der es schneller will. Der Audi fährt dich auf. Ich gucke auf die Axt, die auf dem Beifahrersitz liegt. Gucke in den Rückspiegel. Sehe sein wildes Gefuchtel mit den Armen. Ich setze den Blinker und ziehe auf die rechte Spur. Gebe klein bei. Ich bin nicht wütend auf den Audi. Ich bewahre mir meine Wut für sie. Sie soll sie im vollen Ausmaß zu spüren kriegen. Fuck, ich krieg‘ doch grad echt ’nen Ständer. Diese verdammte scheiß Bitch!

Ich hatte echt geglaubt, wir schaffen das. Ich hab schon so jedes scheiß Problem, das es gibt auf der Welt, gehört, aber das was sie bringt, toppt nochmal alles.

»FRAU!«, brülle ich und schlage auf Lenkrad ein. Warum macht sie das? Wie kann man nur so geil auf Probleme sein? Dass Drama zelebrieren? Die hat’se doch nicht mehr alle! Ich hatte mir geschworen, sie nicht mehr fertig zu machen. Will nicht wie ihre Mutter sein, oder sonst irgendein verficktes Familienmitglied aus ihrer scheiß Sippe. Aber, so geht das nicht! Das Ende ist erreicht. Wenn ich sie nicht zusammenscheiße, tut es keiner. Und wenn es keiner tut, tut sie sich was an.
Nein.
Nicht sie tut sich was an.
Ich tue ihr was an.
Sie will Blut? Sie kriegt Blut!

Nein, ruhig bleiben. Warte, bis du da bist. Spar‘ es dir auf. Sammle, konzentriere, deine Glücksbärchistrahlen.

Hat sie mich etwa manipuliert?, blitzt es mir durch die Gedanken. Ist das ihr Plan? Mich so weit zu bringen, ihr den Kopf einzuschlagen? Zu feige zum eigenen Suizid. Lieber den Freund in den Wahnsinn treiben und ihn dafür in den Knast gehen zu lassen? Ist sie so clever? Opfert sie sich für die Sache auf?
Sie ist eine Kreuzung zwischen Hippie und Borderlinebitch, zuzutrauen wär’s ihr…
Oder steckt da jemand anderes hinter?

Fuck. Ihre paranoide Gedankenkotze hat mein eigenes Hirn erreicht. Die Scheiße ist wie ’ne Seuche.

Mein Handy blinkt. PN. Sie ist es. Will reden. Will mich volllabern. Will mich beschwichtigen. Ob sie ahnt, dass ich jetzt komme? Nein, dass traut sie mir nicht zu. Ich hab’s mir ja selbst nicht zugetraut! Aber hier sitze ich. Rasend! Mit einer Axt auf meinem Beifahrersitz!!! Hoffentlich hält mich niemand an; hoffentlich hält mich niemand auf. Ich nehme den Fuß vom Gaspedal und fahre ordnungsgemäß. Da vorn kommt eh ’ne Baustelle. Konzentrier‘ dich. Es wäre so peinlich, jetzt abzukacken.

Nicht so. Nicht jetzt.

Erst will ich dieses verdammte Gesicht zerstören. Mit einem Mal sympathisiere ich mit jedem Kerl, der seine Alte schon mal windelweich geprügelt hat. Noch mehr mit denen, die ihre Bitches gleich abgemurkst haben. Verfickte Fernbeziehung! Dass ich mich extra dafür auf den Weg machen muss! Dass ich noch die Hälfte an Kilometern vor mir habe, anstatt sie vor mir liegen zu haben … es ist ein gottverdammter Jammer. Nicht auszudenken, wenn ich mich kurz vorm Ortsschild wieder beruhige und unverrichteter Dinge wieder auf den Heimweg mache.

Ich führe mir noch mal vor Augen, was sie getan hat.
Nein, Darling. Das wirst du heute nicht überleben. †26.07.2016 wird auf deinem Grabstein stehen.

Ich fahre rechts ran und setze, wie es sich gehört, den Warnblinker. Ich krame in meinen CDs rum. Will keinen scheiß Unfall bauen, nur weil ich ’ne CD suche. Der Blinker tickt. Mein Puls auch. Ich schmeiße eine CD nach der nächsten nach hinten. Ich finde nicht das, was ich brauche. Ich brauche Nu-Metal, Deathmetal, Deathcore – oder wie auch immer die Scheiße heißt. Growling. Irgendeiner der mit musikalischer Untermalung FUUUUUUUUCK!!! schreit.

»I don’t think you trust,
in,
my,
Self-righteous suicide,
I,
cry,
when angels deserve to die.
«

Ich drücke das Pedal durch. Baby, ich komme.

 

Genau 35 Kilometer weit. Dann steh‘ ich im Stau. Ich könnte so kotzen! Mein Handy blinkt noch immer. Es wirkt aufgeregt, dringlich. Ich fasse es nicht an. Will nicht runterkommen. Will mich nicht beruhigen. Will es durchziehen.

 

Drei Stunden später biege ich in die Straße ein, die mir das Navi ansagt. »In 500 Metern haben Sie ihr Ziel erreicht.«

Ich erkenne es wieder, auch wenn’s mittlerweile dunkel ist. Ich möchte 180 km/h fahren, halte mich aber an die vorgeschriebenen 30. Langsam, für mein Gefühl viel zu langsam, schleiche ich die Straße entlang und suche nach der richtigen Hausnummer.
Hab sie.
Ich rolle weiter und parke mein Auto in der anliegenden Nebenstraße. Ich blicke auf die Axt. Lasse ich sie im Auto oder nehme ich sie gleich mit?
Drauf geschissen, die kommt mit. Ich habe kein Bock, gleich noch mal zurücklatschen zu müssen, und packe sie ein. Es ist zwar dunkel, aber ich halte sie trotzdem versteckt am Körper. Muss ja nicht gleich jeder sehen, was ich vorhabe.

Scheiße, jetzt fängt es auch noch an zu regnen.
Sommergewitter – wie ich es hasse!
Passt ja mal wieder alles prima.
Die Straße stinkt nach Vermoderung und Verwesung. Die Kanalisation gluckert und stinkt ebenfalls.
Binnen kürzester Zeit klebt mir mein Shirt am Körper. Ich hätte nicht gedacht, dass meine Laune am heutigen Tag noch weiter sinken könnte, aber sie schafft es – wie soll es auch anders sein?! Auf meinen Brillengläsern bilden sich Tropfen. Sie reflektieren das Laternenlicht. Scheiße, ich kann kaum noch etwas sehen. »Danke, Gott! Ernsthaft, danke!«

Ich bleibe vor ihrem Haus stehen. Sie haben ihr Ziel erreicht.

Noch bevor ich mich fragen kann, ob sie die Vorhänge zugezogen hat, wie ich es ihr beim letzten Mal gesagt habe, weil sonst jeder perverse Spinner sich einem zu ihr runterholen kann, sehe ich, dass dem nicht so ist. Dämliche dumme scheiß…

Sie hört nie auf mich! Ich kann mir den Mund fusselig reden. Sie macht einfach das, was sie will. Sie baut Scheiße in einer Tour. Sie eine Architektin der Scheißebauerei. Sie könnte das verfickte Taj Mahal mit ihrem Skilllevel erbauen!

Etwas bewegt sich  hinterm Fenster. Es ist tatsächlich sie. Wunderbar zu sehen, unzensiert und in HD-Qualität.

»Danke, Gott. « Diesmal meine ich es aufrichtig und ernst.

Paralysiert stehe ich einfach nur da. Ich hab‘ nicht mal Bock, mich hinter der Hecke zu verstecken. Sollen mich ruhig alle sehen. Es macht keinen Unterschied. Ich habe keine Rückfahrt geplant.

Der Regen durchnässt mich bis auf die Knochen.

Sie hat das Fenster auf.
Türlich. So klug, dass sie die schwüle Luft draußen lässt, indem sie die Fenster schließt, auf die Idee kommt sie von alleine nicht. Nein, Madame sitzt lieber in der Schwüle und beschwert sich, anstatt etwas dagegen zu tun. Typisch! Nur eine weitere Kerbe im Holz von Dingen, die sie im Leben nie geschissen kriegen wird.

Ihre Doofheit ist mein Glück – oder auch nicht. Sie hört irgendeinen scheiß Rave, oder Techno, oder Frenchcore, oder wie immer man dieses sinnlose Gebumse nennt.
Madame hat gute Laune. Madame tanzt. Madame hat mir also nicht zehntausend Nachrichten zukommen lassen, sonst wäre Madame nicht so tiefenentspannt am rumhüpfen. Madame hat nicht mal ne lange Hose an. Warum auch, ist ja Sommer! Da läuft man Barfuß, im kurzen Höschen und leichtem Top durch die Weltgeschichte! Das Leben ist ja so schön! Tanzen für den Weltfrieden. Alter, ich geb‘ dir Weltfrieden…

Sie ist die Wichsvorlage der ganzen Nachbarschaft. So wie das hier auf den ersten Blick aussieht, ist sie mit Abstand eine der jüngsten Bewohnerinnen der Siedlung. Klar, dass Opa abends mit seinem Dackel Hermann hier seine Runden dreht. Es gibt ja was zu gucken!
Ich schaue nach rechts und links, um zu sehen, ob wirklich ein Opa im Rollator die Straße hochkommt. Gewundert hätte es mich jetzt nicht.
Ich wische mir ungeschickt über die Brille. Verdammt, hätte ich mich wenigstens noch rasiert. Ich sehe aus wie ein Tier. Ich versuche mich akkurater zu machen, in dem ich mir die klatschnassen Haare nach hinten streiche.
Wenn ich sie nicht töten wollen würde, würde ich jetzt bedauern, dass ich keine Kamera mitgenommen habe. Zu gern würde ich sie jetzt fotografieren und es ihr am nächsten Tag unter die Nase reiben, wie unvorsichtig sie ist. Verdammte scheiße, du musst doch die Jalousien runter machen, sobald es dämmert! Das F-Wort zischt mir zum x-ten Mal über die Lippen: »Frau!« Es klingt anklagend und frustriert. Warum kapiert sie nicht, wie schlecht die Welt ist? Dass notgeile alte Säcke nur an ihr Höschen wollen, ihre Gutmütigkeit und Naivität ausnutzen und sich an ihr einen abwichsen wollen.
– Oh, ich vergaß. Ich bin ja grad‘ der kranke Freak, der in ihrem Vorgarten steht und sie dabei beobachtet, wie sie unkontrolliert durch die Bude tanzt.

Mist, sie tanzt in einen anderen Raum. Küche? Bad? Keine Ahnung. Ich klettere über den Zaun und hangle mich an ihrem Fensterbrett hoch, um besser sehen zu können. Meine Muskeln brennen und nützen tut es auch nix; ich kann nichts sehen, verdammte Kacke.

Der Bass dröhnt. Die kommt schon wieder, hat ja nur ein Höschen an.

Ich nutze den Moment und wische über die regennasse Scheibe. Es quietscht.
Ich könnte schwören, dass ich sie riechen kann. Wie ein Raubtier schnüffel‘ ich, halte die Nase in die Nachtluft. Okay, ich sprenge grade meine Freak-Skala: wie ich hier hänge, und rieche, und creepe.

Okay, sie duscht. Ich kann dumpf das Wasser hören. Der Klang unterscheidet sich vom Regen. Ich habe also etwas Zeit, um reinzukommen. Sie wird doch nicht…
Ich lasse mich herunterfallen, schnappe mir meine Axt und schleiche ums Haus herum. Natürlich hat sie! Die Terrassentür steht sperrangelweit offen. Weit und breit niemand zu sehen. Jedermann könnte hier ohne weiteres reinkommen und ihr wer weiß was antun!

Ich trete hinein.

Meine Schuhe hinterlassen Pfützen auf dem Laminat. Ich dringe in ihr Heiligstes, in ihre Privatsphäre ein.

Hier sieht es aus, wie im Saustall. Die Frau kriegt echt nix geschissen! Ich weiß gar nicht was ich an ihr finde – gefunden habe, verbessere ich mich.

Sie liebt das Chaos. Ich die Ordnung.
Sie mag’s familiär. Ich klinisch.
Sie ist bunt. Ich bin schwarz/weiß.

Auf ihrem Tisch steht Farbe. Rot. Blutrot. Blut. Ich gucke weg.
Gehe zu ihrem Bett.
Schaue mir ihre Bettdecke an.
Es stimmt also. Sie hat tatsächlich Dinge darauf geschrieben. Warum tut sie so etwas? Das ist so … abgedreht. Verkorkst. Und das sagt der, der sie stalkt. Der, der 400 Kilometer weit fährt. Der, der mit einer Axt in ihrer Wohnung steht. Der, der stinksauer ist.

Es riecht nach Kippen und irgendeiner Frucht, ihr Duschgel vermutlich. Ich kenne den Geruch. Etwas in mir weicht auf. Die gläserne Wutkugel in mir bekommt einen Riss.

Ich stehe vor ihrem Bett.

Diese Decke …

Warum tut sie das? Sie macht immer so einen normalen Eindruck. Aber das ist sie nicht. Ich merke wie meine Wut immer mehr kippt. Anstatt auf sie, bin ich nun auf mich wütend. Ich werde sie nicht retten können. Niemals. Vermutlich kann das keiner. Sie lacht immer so auf Fotos. Macht Grimassen, verzieht die Schnute, damit sie sich nicht so zeigen muss, wie sie ist. Ihre Natürlichkeit kann sie nur schwer ertragen. Da kann sie noch so viele Bäume umarmen, sie wird es nie schaffen, zu sich zu stehen, ohne Fratzen zu ziehen. Ich könnte für sie ein Reiki-Heiler dritten Grades werden, es würde nichts bringen. Sie hört einfach nicht auf mich. Sie sucht das Chaos. Ich bin nicht der Richtige für sie. Ich bin Ordnung. System. Struktur.
Im wahren Leben hätten sich unsere Wege nie gekreuzt. Wie sind wir nur zusammen gekommen? Wie konnte das passieren? Seit über einem Jahr doktere ich schon an ihr herum; will es ihr einfacher machen, ihr Leben sortieren, ordnen und in Listen einspeisen. Sie ist eine wahrgewordene Exel-Tabelle für mich.

Aber für was?
Dafür, dass sie das tut, was sie getan hat?

Es kam mir so un-entschuldbar vor, als ich losgefahren bin, mit dem Vorsatz, ihr den Kopf abzuhacken. Jetzt steh ich in diesem Mädchenzimmer: mit der roten Farbe in der einen Ecke und der mit irrem Zeug beschrifteten Bettdecke, in der anderen.

Ich setze mich auf die Matratze. Lege die Axt ab. Schlage die Hände über den Kopf zusammen. »Frau…«, flüstere ich hilflos. Ich will mir den Kopf zertrümmern; ihn an die Wand schlagen. Ich kann sie so nicht sehen. Habe ich mir all die Monate nur eingebildet, dass sie nicht so irre ist, wie sie immer gern tut? Ist sie es am Ende doch? Ist sie vielleicht die Irre von uns?

In Sekundenbruchteilen überdenke ich mein komplettes Leben. Es gab viele irre Momente. Dieser ist einer davon, aber bei weitem nicht der gravierendste. Es gab schlimmeres. Aber ich finde es verdammt schlimm, was ich auf dieser verdammten Bettdecke lesen kann! Das ist doch nicht normal. Sie ist nicht normal. Sie nimmt die gleichen Pillen wie ich. Ihr müsste es gutgehen. Warum tut es das nicht? Warum ist sie so? Warum wollte ich es nicht sehen, nicht wahrhaben?

Sie muss in Therapie.
Und ich am besten gleich mit.
Ich blicke zu meiner Axt.

Der Bumm-Bumm-Bass dröhnt jetzt klarer. Irgendwas ist anders.
Die Dusche ist aus, dass ist es.

Ich habe eine Entscheidung zu treffen: Entweder ich bringe sie jetzt um und erlöse uns beide von dieser dysfunktionalen Beziehung, oder ich gehe.

Ich weiß nicht, was passiert, wenn ich jetzt gehe.

Die Pfützen unter meinen Schuhen werden immer größer. Ihr Bett ist klatschnass. Sie wird sich wundern, warum das so ist. Sie wird sich fragen, wer hier war. Und am Ende wird sie wissen, dass ich es war.

Ich stehe auf, packe meine Axt und gehe.axt

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: